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Wie Sie nach einer Absage um Feedback zum Vorstellungsgespräch bitten

·6 min Lesezeit

Es ist ganz normal, nach einer Absage nach einem Vorstellungsgespräch entmutigt zu sein. Feedback einzuholen kann jedoch ein wertvoller Schritt auf Ihrem Karriereweg sein. Zu wissen, wie Sie nach einer Absage um Feedback bitten, hilft Ihnen nicht nur, Verbesserungsbereiche zu erkennen, sondern zeigt auch Ihr Engagement für professionelles Wachstum. In diesem Leitfaden werden wir wirksame Strategien erläutern, wie Sie um Feedback bitten, was Sie sagen sollten und wie Sie die erhaltenen Informationen sinnvoll nutzen können.

Warum Sie um Feedback bitten sollten

Ein Feedback nach dem Gespräch kann Ihnen Einblicke verschaffen, die Sie selbst möglicherweise nicht in Betracht gezogen hätten. Hier sind einige Gründe, diesen Schritt zu unternehmen:

  1. Verbesserungsbereiche identifizieren: Feedback kann spezifische Fähigkeiten oder Erfahrungen aufzeigen, die noch ausgebaut werden müssen.
  2. Professionalität demonstrieren: Eine gut formulierte Anfrage zeugt von Reife und Professionalität und kann für zukünftige Möglichkeiten einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
  3. Missverständnisse klären: Manchmal kann die Absage auf einem Missverständnis Ihrer Fähigkeiten oder Erfahrungen basieren. Feedback kann diese Unklarheiten beseitigen.

Wie Sie um Feedback bitten

Timing ist entscheidend

Der Zeitpunkt Ihrer Anfrage kann die Antwort, die Sie erhalten, erheblich beeinflussen. So gehen Sie vor:

  • Warten Sie einige Tage: Lassen Sie nach der Absage per E-Mail oder Anruf einige Tage verstreichen, bevor Sie Ihre Feedbackanfrage senden. Das gibt dem Recruiter Zeit, die Entscheidung zu verarbeiten, und kann zu einer durchdachteren Antwort führen.
  • Fassen Sie zeitnah nach: Wenn Sie innerhalb einer Woche nach Ihrer ersten Anfrage keine Antwort erhalten haben, ist es in Ordnung, eine freundliche Erinnerung zu senden.

Ihre Nachricht formulieren

Wenn Sie Ihre Feedbackanfrage verfassen, achten Sie darauf, prägnant und respektvoll zu sein. Hier ist eine Muster-E-Mail-Vorlage, die Sie verwenden können:

Betreff: Bitte um Feedback zu meinem Vorstellungsgespräch

Sehr geehrte(r) [Name des Recruiters],

ich hoffe, diese Nachricht findet Sie wohlauf. Ich möchte einen Moment nutzen, um Ihnen für die Möglichkeit zu danken, mich für die Stelle als [Berufsbezeichnung] bei [Unternehmensname] vorstellen zu dürfen. Obwohl ich enttäuscht bin zu erfahren, dass ich nicht ausgewählt wurde, bin ich bestrebt, meine Interviewkompetenz zu verbessern.

Wenn Sie einen Moment Zeit hätten, wäre ich Ihnen sehr dankbar für ein Feedback zu meiner Gesprächsleistung. Ihre Einschätzung wäre für mich äußerst wertvoll, um meine Fähigkeiten und meinen Ansatz weiterzuentwickeln.

Nochmals herzlichen Dank für die Möglichkeit. Ich würde mich freuen, in Kontakt zu bleiben.

Mit freundlichen Grüßen,
[Ihr Name]
[Ihr LinkedIn-Profil oder Kontaktdaten]

Konkret in Ihrer Anfrage sein

Wenn Sie um Feedback bitten, ist es hilfreich, konkret anzugeben, worüber Sie mehr wissen möchten. Das könnte umfassen:

  • Fachliche Fähigkeiten: Gab es bestimmte Fähigkeiten, bei denen Sie das Gefühl hatten, dass ich sie nicht ausreichend besitze?
  • Kulturelle Passung: Habe ich Ihrer Erwartung nach zur Unternehmenskultur gepasst?
  • Interviewtechniken: Gab es Aspekte meines Auftretens im Gespräch, die verbessert werden könnten?

Indem Sie Ihre Interessengebiete nennen, leiten Sie den Recruiter zu einem gezielteren Feedback.

Was Sie als Antwort erwarten können

Wahrscheinliche Ergebnisse

Auch wenn Sie sich ausführliches Feedback erhoffen, ist es wichtig, Ihre Erwartungen realistisch zu halten. Typische Antworten können sein:

  • Allgemeine Kommentare: Viele Recruiter geben ein allgemeines Feedback, wie etwa „Wir haben jemanden mit mehr Erfahrung gesucht" oder „Sie haben sich gut geschlagen, entsprachen aber nicht ganz unseren Anforderungen."
  • Keine Antwort: Es ist nicht ungewöhnlich, dass Recruiter aufgrund von Unternehmensrichtlinien kein Feedback geben können. Wenn Sie keine Antwort erhalten, nehmen Sie das nicht persönlich.

Mit dem Feedback umgehen

Wenn Sie Feedback erhalten, ist es wichtig, es konstruktiv anzugehen:

  • Bleiben Sie aufgeschlossen: Erkennen Sie an, dass Feedback – auch wenn es sich hart anfühlt – eine Chance zur Weiterentwicklung ist.
  • Stellen Sie klärende Fragen: Wenn das Feedback vage ist, zögern Sie nicht, um Präzisierung zu bitten. Zum Beispiel: „Ich danke Ihnen für Ihr Feedback zu meinen fachlichen Fähigkeiten. Könnten Sie angeben, auf welche Bereiche ich mich Ihrer Meinung nach konzentrieren sollte?"

Feedback zur Verbesserung nutzen

Einen Aktionsplan erstellen

Sobald Sie Feedback gesammelt haben, ist es an der Zeit, es umzusetzen. So erstellen Sie einen Aktionsplan:

  1. Feedback-Punkte auflisten: Notieren Sie das erhaltene Feedback in übersichtlicher Form.
  2. Verbesserungsbereiche priorisieren: Identifizieren Sie, welche Bereiche am dringendsten angegangen werden müssen.
  3. Messbare Ziele setzen: Legen Sie für jeden Bereich spezifische, messbare Ziele fest. Wenn Sie zum Beispiel Ihre fachlichen Fähigkeiten verbessern müssen, könnten Sie planen, einen Online-Kurs zu belegen oder an einem Projekt zu arbeiten, das diese Fähigkeiten erfordert.

Weitere Entwicklungsmöglichkeiten suchen

Nutzen Sie das Feedback als Sprungbrett für Ihre weitere Entwicklung:

  • Online-Kurse: Plattformen wie Coursera und LinkedIn Learning bieten Kurse zur Verbesserung verschiedener Fähigkeiten an.
  • Probeinterviews: Führen Sie Probeinterviews mit Freunden oder Karriere-Coaches durch, um Ihre Interviewtechniken zu üben und zu verfeinern.
  • Netzwerken: Vernetzen Sie sich mit Fachleuten aus Ihrem Bereich, um Einblicke und Ratschläge zu erhalten, wie Sie Ihre Fähigkeiten und Ihre Gesprächsleistung verbessern können.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Um Feedback bitten ist wesentlich: Es hilft Ihnen, Wachstumsbereiche zu identifizieren, und zeigt Professionalität.
  • Timing und Konkretheit sind wichtig: Warten Sie einige Tage, bevor Sie fragen, und geben Sie die Bereiche an, zu denen Sie Feedback möchten.
  • Erwartungen managen: Seien Sie auf allgemeines Feedback oder auch gar kein Feedback vorbereitet.
  • Feedback konstruktiv nutzen: Erstellen Sie auf Basis des Feedbacks einen Aktionsplan und suchen Sie weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

Wenn Sie diese Schritte befolgen und einen proaktiven Ansatz verfolgen, können Sie eine Absage in eine wertvolle Lernerfahrung verwandeln, die Ihre zukünftigen Berufsaussichten verbessert.

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